TONSPUR für einen öffentlichen raum
Klangarbeiten im MuseumsQuartier Wien
Ein Projekt von Georg Weckwerth und Peter Szely


TONSPUR 81
Natalia Domínguez Rangel [CO]*
L I S T E N, 2019
8-Kanal Klangarbeit, 7-teilige Bildstrecke
Dauer 7:07 min
Konzept, Tonaufnahmen, Komposition, Bildstrecke: Natalia Domínguez
Rangel
Produktion: TONSPUR Kunstverein Wien für die Serie
TONSPUR für einen öffentlichen raum
Besonderer Dank an Alena Alexandrova und Österreichische Mediathek
*71. TONSPUR-Artist-in-Residence im Q21/MQ





22.07.19–21.09.19
TONSPUR_passage / Q21 (MQ Wien)
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Täglich 10–20h
Eröffnung: So 21.07.2019, 17h
Einleitende Worte:
Georg Weckwerth [Künstlerischer Leiter TONSPUR Kunstverein Wien]
Alena Alexandrova [Kulturtheoretikerin und Kuratorin] – lesen







L I S T E N
L I S T E N bietet ein „Fenster“ auf die akustischen Transformationen seit dem späten 19. Jahrhundert bis heute im räumlichen Umfeld der TONSPUR. (Mein Blick fiel dabei zufällig auf das Jahr 1876, in dem die heutige Halle E für die Kaiserin Elisabeth zum Reiten und Trainieren ihrer Pferde erbaut wurde, und in dem Gustav Mahlers a-Moll-Klavierquartett aus seiner Wiener Studienzeit am 10. Juli im Haus des Mediziners Theodor Billroth in Wien uraufgeführt wurde.)
In dieser Installation konzentriere ich mich auf die akustischen Signaturen, die durch die TONSPUR_passage als Klangraum erzeugt werden: Textur, Struktur, Form und alle Beziehungen dieser Eigenschaften untereinander, sowie auf die akustischen Qualitäten, die durch den Raum selbst artikuliert werden.
Diese Eigenschaften erstrecken sich über die Passage hinaus und formen einen akustischen Horizont, der durch die maximale Entfernung zwischen Hörer und Schallquelle definiert ist, an der das Schallereignis noch zu hören ist. Dieser Horizont umschließt wie ein Gehörgang alle Ereignisse, die Menschen, Natur, Maschinen usw. miteinander verbinden.
Ich versuche, so genau wie möglich zu sein: Beim Verteilen des Tonmaterials im Klangraum berücksichtige ich die relativen Richtungen, in die die acht festinstallierten Lautsprecher meine Klänge projizieren: Norden, dem Volkstheater entgegen; Süden, zum Haupthof des Museumsquartiers hin; Westen, das Architekturzentrum Wien im Visier; Osten, zum Museumsplatz hinüber.
Es ist eine meditative Reflexion über kritisches Hören, die vor allem auf die Wahrnehmung tieferer Schichten akustischer Klanglandschaften abzielt.
Ich habe in erster Linie mit eigenen Feldaufnahmen gearbeitet, die während meines Aufenthalts im Museumsquartier im Juli 2019 jeweils im Morgengrauen entstanden, sowie mit Archivmaterial der Österreichischen Mediathek und mit Musikzitaten (siehe unten) – und ein Sounddesign kreiert, das die Klanglandschaft der ursprünglichen, früheren Umgebung nachahmt.
VX-06169 (2003.08.19), Österreichische Mediathek
Piano Quartet (1876.07.10), Gustav Mahler
Landscapes Soundings (May 1990), Bill Fontana

Natalia Domínguez Rangel

INTERVIEW
Natalia Domínguez Rangel im Gespräch mit Alena Alexandrova im Juli 2019 in Wien.
mqw.at


BIOGRAPHIE
Natalia Domínguez Rangel, geboren 1981 in Bogota, Kolumbien, lebt und arbeitet in Amsterdam. 71. TONSPUR-Artist-in-Residence im Q21/MQ.
nataliadominguezrangel.com












Bundeskanzleramt Kunst


TONSPUR 81 PASSAGENGALERIE
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